Brutkey

Michael Blume
@BlumeEvolution@sueden.social

Im 18. Jahrhundert stand Links für die #Republik und Rechts für die #Monarchie. Im späten 19. Jahrhundert wandelte sich das zu #Sozialismus versus #Kapialismus. Angesichts der Digitalisierung beobachte ich zunehmend linken #Logos (Vernunft, Wissenschaft, aber auch #Historizismus nach #Popper) versus rechten #Thymos (Emotionalisierung, Empörung, aber auch #Reaktanz). Was meinst Du: Lohnt es sich, in diese Richtung weiter zu denken?


Reinhold
@h0ldi@sueden.social

@BlumeEvolution@sueden.social
Mir gefällt die Erklärung bzw Definition von dem Journalisten
@timobuechner@sueden.social er sagt: "Rechts ist die Ideologie der Ungleichheit der Menschen."
Ich finde diese Definition in ihrer Kürze sehr stimmig.

HGU
@HGU@kirche.social

@BlumeEvolution@sueden.social Umfragen haben ja eine mobilisierende Wirkung - in diesem Sinn, vielen Dank für diese kleinen Herausforderungen von Ihnen.

Beim weiteren Nachdenken ist mir bewusst geworden, die Antwort, ob es sich lohnt, hängt stark vom Interesse ab, welches Sie mit diesem Themenbereich verbinden.

Heute ist ein interessanter Beitrag von Perspective Daily dazu - gerade, wenn das Interesse in eine Richtung geht, die Polarisierungstendenzen zu durchbrechen.
https://perspective-daily.de/article/3841-polarisierung-bist-du-teil-der-loesung-oder-teil-des-problems/jSq1AUqg?pk_campaign=mstdn-user

87Barner
@87Barner@mastodon.social

@BlumeEvolution@sueden.social
Ich sage eher mach das, ABER vermeide hier eine Dualität, der wohl immer die Gefahr eines Dualismus birgt. Mir gefällt es ganz gut, das links-rechts-Schema auf verschiedenen Achsen zu denken. So gibt es durchaus links-konservative, aber auch rechts-progressive Strömungen. Oder übertragen auf
#Logos vs. #Thymos: Obwohl ich auch denke, das die Empörung v.A. von Rechts gezielt befeuert wird, springen Linke ja gern auf diesen Zug auf.

t3sserakt
@t3sserakt@c3d2.social

@BlumeEvolution@sueden.social Ich weiß nur, dass ich spüre wie die reaktante Seite in mir anfängt zu brodeln, weil wir uns hier weiter mit diesen holzschnittartigen Begriffen beschäftigen, die nur Trennendes zutage fördern. Anstatt dessen sollten wir uns auf das Verbindende konzentrieren und anfangen Probleme zu lösen!

Tobias
@eleitehlb@troet.cafe

@BlumeEvolution@sueden.social ja, weil Aufklärung über die Macht der Angst vielleicht doch noch die Eine oder den Anderen zum Nachdenken bewegt. Siehe auch https://www.mimikama.org/die-maschinerie-der-dummheit-so-funktioniert-sie/

Wolfram_Jaeger
@Wolfram_Jaeger@mastodon.social

@BlumeEvolution@sueden.social Ich finde, "links" kommt bei Ihnen zu gut weg. Gibt ja auch die BSW-Linken, die Russland-blinden Ostermarschierer:innen und andere.

Thomas Eisenbock
@et@mastodon.bayern

@BlumeEvolution@sueden.social "mach das mal, weil ..." ich einfache schwarz/weiß Labels brauche, um mir das Auseinandersetzen mit der Politik vom Leib zu halten. Ist doch vergeben Lebensmüh in diesem Lobbyregime. Am Ende macht das Geld die Politik und der weltanschauliche Anstrich der einzelnen Parteien entscheidet letztenendes nur darüber, wieviel Kasse jeweils gemacht wird.

PrinterAngel🏳️‍🌈🏳️‍🌈
@angeldruckt@sueden.social

@BlumeEvolution@sueden.social
Ja,
a weil Nachdenken per se nicht verkehrt ist, wenn's einen interessiert.
b weil es spannend ist, wie und warum sich die Wahrnehmung verschoben hat. Hat sich nur der Nullpunkt verschoben oder haben einzelne Aspekte die Seite gewechselt?

BernaB
@bernab@sueden.social

@BlumeEvolution@sueden.social ich denke, es lohnt. Das Links/Rechts-Schema erodiert zunehmend und vor allem mutiert es von einem Ordnungs- zu einem reinen Kampfbegriff. Wer die Rechte von Einkommensschwachen sieht und achtet is erstmal links, da kann sie noch so kapitalistisch sein. Wer nicht nach unten tritt - links. Auf der anderen Seite muss man nach unten treten, neolibertär sein und sich ein Hakenkreuz auf die Stirn tätowieren, um als rechts bezeichnet zu werden. Mitte = Links

Friedensbote
@friedensbote@pfalz.social

@BlumeEvolution@sueden.social Ich bin mir nicht sicher. Wenn man konservative Haltungen - wie bislang üblich - unter rechts einsortiert, dann meine ich, dass die auch heute noch ihre Berechtigung haben. Und ich glaube, es ist gut, wenn Menschen auf hergebrachte Werte achten. Das Problem ist ja eher, dass viele, die sich heute für konservativ halten, eher reaktionär sind. Deshalb wird es künftig generell schwierig werden, das Rechts-Links-Schema anzuwenden.

Michael Blume
@BlumeEvolution@sueden.social

Vielen Dank, @Wolfram_Jaeger@mastodon.social - auf #Mastodon steht ja eigentlich jeder unter Verdacht, "nicht links genug" zu sein. 🤭🤭

Aus meiner Sicht verstehen wir dabei die historisch je sehr beengten Selbsteinteilungen vor allem über die
#Medienpsychologie. Aber es bleibt da noch viel politikwissenschaftlich zu leisten. Meine ich. https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/was-ich-vom-politischen-koordinatensystem-links-mitte-rechts-halte/

Friedensbote
@friedensbote@pfalz.social

@BlumeEvolution@sueden.social Ich würde mich mit einigen meiner Einstellungen auch eher als konservativ bezeichnen, finde damit aber etwa in der CDU keine politische Heimat. Dabei gab es durchaus Zeiten, in denen auch mal CDU gewählt habe.

Dietmar Höhmann
@hhmn@infosec.space

@et@mastodon.bayern @BlumeEvolution@sueden.social tatsächlich ist Politik ein mühsames Geschäft. Von 1000 Menschen finden es 999 deswegen besser zu meckern und zu behaupten der eine würde doch eh machen, was er will.
Falls wir die Demokratie retten wollen brauchen wir mehr Menschen die es auf sich nehmen für Ämter zu kandidieren und sich für die Demokratie zu investieren. Das ist harte Arbeit - aber alles andere ist Augenwischerei.

BernaB
@bernab@sueden.social

@BlumeEvolution@sueden.social also lohnt es wahrscheinlich, die Begriffe neu zu definieren und zu schauen, wie sie aktuell verwendet werden. Wenn nur größere Klarheit herauskäme, wäre das schon ein Erfolg. Vielleicht liege ich ja komplett falsch?

Njörðr
@Njoerdr@mastodon.social

@hhmn@infosec.space @et@mastodon.bayern @BlumeEvolution@sueden.social M.E. ist Politik so organisiert, dass zu viel Arbeit für den/die Einzelne/n anfällt. Das macht anfällig für Lobbyismus, weil die Zeit fehlt, sich in Themen einzuarbeiten. Die Arbeit und damit die Macht müsste auf mehr Menschen verteilt werden. Das würde ein geringeres Einkommen und weniger öffentliche Aufmerksamkeit für den/die Einzelne/n einschließen. Beides würde Politik für viele aktuelle Spitzenpolitiker/innen unattraktiv machen. Es gäbe neue Politiker/innentypen.

KarlE
@KarlE@mstdn.animexx.de

@Njoerdr@mastodon.social @hhmn@infosec.space @et@mastodon.bayern @BlumeEvolution@sueden.social Ich denke, man muss da differenzieren: Bund, Land, Kommune.
Beim Bundestag sehe ich das Problem nicht strukturell, die MdB könnten auch anders. Es gibt die Ausschüsse, jede Fraktion hat Spezialisten für die diversen Themen, es gibt den Wissenschaftlichen Dienst, jede*r MdB hat Geld für Mitarbeitende. Den Lobbyisten mehr zuzuhören als Fachleuten kann nicht durch die Struktur entschuldigt werden. Ein (noch) größerer Bundestag würde mMn nix verbessern.

KarlE
@KarlE@mstdn.animexx.de

@Njoerdr@mastodon.social @hhmn@infosec.space @et@mastodon.bayern @BlumeEvolution@sueden.social Ich denke, man muss da differenzieren: Bund, Land, Kommune.
Beim Bundestag sehe ich das Problem nicht strukturell, die MdB könnten auch anders. Es gibt die Ausschüsse, jede Fraktion hat Spezialisten für die diversen Themen, es gibt den Wissenschaftlichen Dienst, jede*r MdB hat Geld für Mitarbeitende. Den Lobbyisten mehr zuzuhören als Fachleuten kann nicht durch die Struktur entschuldigt werden. Ein (noch) größerer Bundestag würde mMn nix verbessern.