631 Milliarden Euro! – So lautet die Zahl, die Kanzleramt, Konzerne und Springer feiern. Nur: Es gibt die Milliarden nicht. Die ZEIT hat recherchiert. #MadeForGermany klingt eher wie #MadeForLobbyisten. Eine unglaubliche Geschichte! Wir sind auf vollem Kurs in eine #LobbyRepublik. Ein Thread🧵
Von Tagesschau bis WELT wurde vor über einer Woche landauf landab eine Zahl verbreitet: In Deutschland geht es aufwärts. Die Wirtschaft will 631 Mrd investieren. Wer saß vor dem Gipfel mit Merz in der Springer-Zentrale? Fast alle Wirtschaftsvertreter. Gastgeber: Mathias Döpfner.
Springer beteiligt sich an "M4G" (so heißt die 631 Mrd. Initiative) mit Anzeigen im „niedrigen zweistelligen Millionenbereich“.
Klingt edel. Blöd nur: Gleichzeitig bietet Springer allen Teilnehmern Sonderrabatte für Anzeigen (50 %). Win-Win für Springer – und für Merz.
Kanzleramt + 61 Konzerne + PR-Agentur mit CDU-Connections + Werberabatte bei Springer = „neue Form der Zusammenarbeit“.
Übersetzung: Ein PR-Termin im Kanzleramt, der Merz als Macher inszeniert – orchestriert von Döpfner & Co.
Nur: Die ZEIT kann die 631 Mrd. nicht finden.
Gerade mal 1 von 61 Konzernen will überhaupt eine Zahl nennen (Siemens): 1 Mrd. an Investitionen in Deutschland!
Springer liefert Merz die perfekte Wirtschaftsschlagzeile & Wirtschaftspower-Bilder. BILD titelt: "Mehr Gipfel geht kaum".
Aber statt Mrd gibts: Anzeigenkunden für Springer & pol. Nähe.
Fazit: #MadeForGermany sieht aus wie ein Konjunkturprogramm – für Döpfners Kassen und für Merz’ Image. Willkommen in der #LobbyRepublik.
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"Made for Germany": 631 Millia...