Brutkey

Erik
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Gut, dann mal Klartext (
@onlytina@todon.eu hat mich ohnehin stummgeschaltet, liest das also nicht mehr in ihrer emotional angespannten Lage): In dem ursprünglichen (leider gelöschten) Beitrag wurde die Suggestivfrage aufgeworfen, warum wir die Befreiung vom Nationalsozialismus als Befreiung bezeichnen, obwohl sie von den Zeitgenossen nicht so empfunden wurde. Diese Frage auch in der Form wie sie gestellt wurde führt mit nur wenig Weiterdenken zu einem geschichtsrevisionistischen Zerrbild,
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Erik
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das sonst gern von (Neo-)Nazis bedient wird - das ist wohl auch der Grund, warm es nicht nur von mir sehr kritische Kommentare gab. Ich wollte das explizit nicht so schreiben, da ich nicht glaube, dass die Verfasserin zu solchen Kreisen gehört, darum habe ich auf die verschiedensten fachlichen Schwierigkeiten hingewiesen, die die Interpretation einer solchen Quelle mit sich bringt, in der Hoffnung, damit eben zu einem Denkprozess anzustoßen, der weg von solch einem
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Erik
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Zerrbild führt.
Wenn man sich öffentlich mit solchen Themen befassen will, dann sollte man zumindest ein bisschen was von der Methodik verstehen - es braucht kein komplettes Studium, aber dass man nicht alles einfach für bare Münze nehmen kann, was irgendwo steht, sollte als Grundverständnis da sein.
Wenn das 'herablassend' ist, so be it.
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Ceterum censeo afdem esse damnandum

casual
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@ErikML@troet.cafe @onlytina@todon.eu Nichtsdestotrotz ist das Draufschlagen mit der Nazi-Keule keine Art und Weise einem Laien mitzuteilen, wie er mit Familiengeschichte umgehen soll. Zumal hier valide Eigenfragen aufgeworfen werden. Man muss nicht gleich ein Gespräch anzünden deshalb. Der geneigte Historiker weiß heute, dass nicht jeder Mensch ein Nazi gewesen ist, nur weil er eine HJ-Uniform an hatte oder in der Wehrmacht war. Alles andere ist schwarz-weiß gezeichneter Unsinn und sollte so behandelt werden.