@masek@infosec.exchange
Klausuren zu schwer?
Das hier ist kein neues Thema:
KN-Online: https://kn-online.de/lokales/kiel/petition-an-der-cau-kiel-finanzwirtschaftsklausur-soll-zu-schwer-sein-ZA5IOA7BHBFNJM3YDOTZOMOYII.html
Archiv: https://archive.ph/ZkSnH
Das war schon ein Thema Ende der 80'er. Es ist eher das Mathematik in der Vermittlung ganz anders funktioniert als die Wirtschaftswissenschaften. Diese Umstellung ist für die Betroffenen"hart.
Das "anders" bedeutet, dass Du immer mehr aufeinander aufbauende und ineinander greifende Bereiche hast und Du ohne die Grundlagen nicht einmal den Hauch einer Chance hast, das Thema zu kapieren.
Es reicht eine Lücke in der Kette und man versteht nur noch Bahnhof.
Dazu eine Story aus meiner Studentenzeit: Man konnte eine der selteneren gehaltenen, für das Publikum angepassten Vorlesungen für die BWL/VWL-Crew dadurch ersetzen, dass die in die normale Mathe-Vorlesung "Operations Research / Spieltheorie" ging.
Da musste noch nicht einmal eine Klausur geschrieben werden, man hatte stattdessen nur in die Übungsgruppen zu gehen. Das schien "einfach".
Also hatten wir dort BWL'er und VWL'er sitzen. "Joe" Ahrens legt also los und schnell landet er beim ersten Integral. Auf einmal eine Frage aus dem Publikum: "Was bedeutet der Fleischerhaken da?" Es gab kein Gelächter, eher erschrockenes Schweigen. Die nächste Vorlesung war es deutlich leerer.
Ich habe OR als Thema für die Diplomprüfung genommen, da Joe sehr umgänglich war und ich OR / Spieltheorie so einfach fand. Aber ich hatte da schon jeweils drei Semester Algebra und Analysis überlebt.
@Impertinenzija@mastodon.social
@masek@infosec.exchange Ich hatte 3 Schuljahre lang null Mathe. Wirtschaftsschul-Curriculum, das mittlerweile korrigiert ist. War lustig im Studium. Nicht.