@foyglgezang@social.tchncs.de
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Wenn selbst die FAZ sagt, du bist ein geistloser Nazi:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/warum-wolfram-weimer-der-falsche-kulturstaatsminister-waere-110442949.html
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archive.is/wb6d6
Wenn selbst die FAZ sagt, du bist ein geistloser Nazi:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/warum-wolfram-weimer-der-falsche-kulturstaatsminister-waere-110442949.html
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Der Mann ist für ein richtiges Zitate-Gruselkabinett gut.
Hier zB: "In den Staaten Mitteleuropas hat sich seit den siebziger Jahren eine Haltung breit gemacht, die den inneren Multikulturalismus zum Gesellschaftsziel erkor. Man glaubte, mit vielen Döner-Buden, fleißiger Zuwanderung und der Huldigung von Kanak-Deutsch die alten Nationalinstinkte auszutilgen, die Nazi-Katastrophe sozusagen mental rück-abzuwickeln. Ein Stück Wiedergutmachung durch kulturelle Selbstvernichtung."
Und weiter: "Dabei lebt ganz Europa von der Idee des äußeren Multikulturalismus [...] der Vaterländer, [...] der vom Baltikum bis nach Portugal auf abendländisch-christlichem Boden steht. In diesem Multikulturalismus ergeben sehr unterschiedliche Steine ein großes, schönes Mosaik. Der andere, innerstaatliche Multikulturalismus, der uns aus muslimischen Problemgebieten einen Kulturgewinn vorgaukeln will, der ist ein Stein in sich selbst. Seine dunkle Farbe macht kein Mosaik, sie macht blind."
(Quelle: https://web.archive.org/web/20091103231203/http://www.cicero.de/259.php?kol_id=10047)
Eine Petition gegen die Ernennung von #WolframWeimer zum BKM hat derzeit über 1̶0̶.̶0̶0̶0̶ 60.000 Unterschriften.
Link: https://innn.it/weimer-nein-danke
Bei aller berechtigten Kritik sollten nicht die kulturellen Verdienste des passionierten Autors Weimer unterschlagen werden, der von sich selbst sagt, er könne "zweifeln wie Fernando Pessoa", kenne "die Sehnsucht Eichendorffs, die intellektuelle Strenge Leopold von Rankes, den Simpl-Witz Grimmelshausens und die bürgerliche Fassadenkletterei Thomas Manns".
An erster Stelle zu nennen wären da sicherlich seine Werke "Die Kunst der Karriere", "Mit Goethe zum Gewinn" und "Mit Platon zum Profit".
Wenn selbst die Hauspresse der katholischen Kirche dein Buch "Sehnsucht nach Gott" für stark vereinfachend, polemisch und "leider nicht pluralitätsfähig" hält.
https://www.kath.ch/newsd/wolfram-weimer-sieht-neue-sehnsucht-nach-gott-auf-der-suche-nach-der-guten-alten-zeit/
#WolframWeimer
(Auch wenn es wichtig ist, dass es schnell möglichst viel Widerstand gegen die Besetzung gibt & die Unterschriften Presse machen: Ich finde den Text der Petition gegen Weimer leider nicht so gut. Dass er "konservativ" sei, wird darin immer wieder als Hauptargument gegen ihn angeführt. Das alleine mag zwar vielen nicht schmecken, ist aber nicht nur ein äußerst schwaches Argument, sondern auch eine völlig unzulängliche Vokabel für jemanden mit der politischen Weltanschauung eines Anders Breivik.)
Weimers Katholizismus hat fundamentalistische Züge. Er war regelmäßiger Kolumnist im evangelikalen Magazin "pro". In einer Rede beim Medienempfang des Kölner Erzbischofs 2011 klagt er: "Wir schätzen Wahrheiten einfach nicht mehr genug, seitdem wir uns von Gott als letztgültiger Wahrheit verabschiedet haben. [...] Die Politik wird wieder lernen, dass Wahrheiten unabdingbar sind, dass Demokratie nie alternativlos ist, und dass heute nicht mehr gilt, mehr Demokratie zu wagen, sondern mehr Haltung."
2021 verlieh der von Weimers Medienfirma veranstaltete "Ludwig-Erhard-Gipfel", ein Stelldichein von Spitzenpolitiker*innen der großen Parteien und Wirtschafts-Vertreter*innen, seinen "Freiheitspreis der Medien" an Sebastian Kurz. Keine Pointe.
https://www.n-tv.de/politik/Kurz-wird-fuer-Bemuehungen-um-Verstaendigung-geehrt-article22490334.html
Dieser Werbe-Artikel von IPPEN-MEDIA zum kommendem Ludwig-Erhard-Gipfel vom Sonntag zitiert Christiane Goetz-Weimer mit der Aussage, der "Ludwig-Erhard-Gipfel [sei] quasi die Keimzelle der neuen Bundesregierung", vergisst aber die an diesem Tag schon bekannt gewordene geplante Rolle ihres Ehemanns in dieser Regierung zu erwähnen.
https://www.hna.de/welt/gipfeltreffen-in-bayern-idylle-wie-der-tegernsee-zum-deutschen-davos-wurde-zr-93702012.html
Was bis jetzt noch nicht zur Sprache gekommen ist: Ein überzeugter Islamfeind wie Weimer, dessen Beschwörung "jüdisch-christlicher" Abendlandskultur schon vor knapp 20 Jahren der Sound von PI-News und Pegida war, eignet sich hervorragend dafür, Sparfragen nach der Wirtschaftlichkeit von Kunst mit der Rede vom angeblich überbordenden "Antisemitismus im Kulturbetrieb" zu verbinden, die FDP, CDU/CSU und AfD in den letzten Jahren erfolgreich als kulturpolitische Interventionswaffe aufgebaut haben.
Dass Weimer eher, hm, liberal ist, was das Abschreiben von sich und anderen angeht, qualifiziert ihn ja wiederum irgendwie fast für die Arbeit mit Künstler*innen.
https://archive.is/zwd6R
#Weimer echauffiert sich in der SZ darüber, dass Shitstorms, laut ihm "modernes Pendant" "jakobinischen Bildersturms", "mittlerweile zum festen Inventar radikal-feministischer, postkolonialer, öko-sozialistischer Empörungskultur" gehören würden.
Anlass dafür ist die Verlegung einer Nachbildung der Venus Medici aus dem Foyer des Bundesamts für zentrale Dienste und Vermögensfragen ans Leipziger Grassi-Museum nach einer Intervention der Gleichstellungsbeauftragten. Das geschah zwar schon vor einem halben Jahr, aber - Pointe - der zugehörige Aufregungssturm mittelalter Männer fegte erst jetzt durch die rechte Medienlandschaft.
DIe Bandbreite der ansonsten von "Cancel Culture" geplagten "Kreativen" reicht laut Weimer von Dieter Nuhr bis zu J.K. Rowling.
https://archive.is/SwgeC#selection-617.553-617.934
(Die Geschichte der Bronzekopie, die in diesem Amt stand, weil sie 1990 als versenkter Teil der Kunstsammlung Hermann Görings in seinem Jagdschloß aus dem Großdöllner See gefischt worden war, ist schon interessant. Aber so weit hat Weimer zwischen WELT und Apollo News ja nicht gelesen und ergeht sich stattdessen in Platitüden über die Freiheit des Kunstgenusses und das Licht der europäischen Aufklärung, die gleichermaßen durch "Linke wie Rechte" bedroht seien.)
Weil er "jede bevormundende Spracherziehung" ablehnt, sollen nach Meinung des christlich-fundamentalistischen Kulturstaatsministers alle öffentlich geförderten Institutionen nur noch die "Gendersprache" der Rechten verwenden, die er bereits den Mitarbeiter*innen seiner eigenen Behörde aufgezwungen hat.
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/gendern-kulturstaatsminister-100.html
#Weimer